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Iran’s Drohgebärden

[Politik]

Impressionen aus dem Iran. Der iranische Staatschef Mahmud Ahmadinejad beim Handkuss des obersten religiösen Führers Ayatollah Ali Khamenei und bei einer seiner kampfbetonten rhetorischen Reden.

Essay zur Frage der Daseinsberechtigung des Staates Israel im Nahen Osten, welche durch die Drohgebärden des iranischen Staatschef Mahmud Ahmadinejad aufgeworfen wurde. (12.03.06 von Eleganzer)

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    [ eleganzer— ]

    Vorwort

    Es geht in diesem Essay keineswegs darum, die Gefühle von gläubigen Menschen zu verletzen oder gar zu verherrlichen. Es ist, wie dem geneigten Leser schnell auffallen wird, eine mit Quellennachweisen versehene Beweisführung, welche eine Daseinsberechtigung des Staates Israel mittels verschiedener Perspektiven aufzeigen soll. Ich ergreife mit diesem Essay keine Partei für eine der beiden Seiten und denke, dass meine Sichtweise bei der Beweisfindung zu jeder Zeit objektiv und fair ist, zumal ich keine Religion praktiziere und mich selbst in der Rolle eines Beobachters sehe.

    Möglicherweise kann dieses Essay dem interessierten Leser einige Einblicke verständlich machen, die ohne nähere Hintergrundinformationen (diejenigen welche ich hier darlege) nur schwer erkennbar wären.

    Die Zitate aus dem Tanakh (die Heilige Schrift der jüdischen Religion) und dem Qu’ran (die Heilige Schrift der islamischen Religion) sind für diesen speziellen Fall des Verständnisses und der komplexen Problematik des Themas unabdingbar, mussten also angefügt werden, damit sich für den Leser, der für die Beweisführung notwendige Horizont überhaupt erschliessen lässt.

    Die Drohung seitens Iran gegen Israel

    Wegen seiner andauernden Serie feindseliger Rhetorik gegen den Westen, insbesondere aber jener gegen Israel, dem einzigen, freien, demokratischen Staat im gesamten Nahen Osten, sorgt der 49-jährige iranische Staatschef Mahmud Ahmadinejad immer wieder für einen weltweiten Aufschrei der Empörung. Schon wenige Wochen nach seinem Amtsantritt schaffte Ahmadinejad es, das bereits angekratzte Vertrauen der Weltgemeinschaft in den Iran fast völlig zu zerstören.

    Mahmud Ahmadinejad, der Sohn eines Schmiedes, wurde im Dorf Aradan, südöstlich von Teheran geboren und machte seinen Doktor auf dem Gebiet der Ingenieurwissenschaften. Ahmadinejad vertritt in aller Öffentlichkeit die These, dass die Anerkennung des jüdischen Staates bedeute, dass man die Aufgabe und Niederlage der islamischen Welt hinnehme. Hasstiraden wie: „Jeder, der Israel anerkennt, wird im Zornesfeuer der islamischen Nation verbrennen”, werden unkommentiert am staatlichen Fernsehen gebracht!

    Die fundamentalistisch gestützte Regierung weigert sich beharrlich, das Existenzrecht Israels anzuerkennen und unterstützt z.B. militante Palästinenser-Gruppen wie den islamischen Dschihad.

    Schon wenn man einige statistische Zahlen der islamischen Republik Iran genauer anschaut, wird einem klar, wie gefährlich die aufhetzenden Reden Ahmadinejad für Israel sind. Der Iran zählt zurzeit ca. 65,529 Mio. Einwohner, wobei die Analphabetenrate bei den Männern 16,5 % und bei den Frauen 30,1% beträgt. Die Pressefreiheit im Iran ist Verfassungsrecht, allerdings auf der Basis islamischer Prinzipien. Die Berichterstattung ist stark eingeschränkt - de facto müsste man wohl statistische Zahlen, wie z.B. jene der Analphabetenrate, nach oben revidieren.

    Einige Zitate des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad:

    Am 26. Oktober 2005

    Konferenz in Teheran unter dem Motto "Eine Welt ohne Zionismus"

    „Der Imam (Khomeini) sagte auch: Das Regime, das Jerusalem besetzt hält, muss aus den Geschichtsbüchern eliminiert werden. In diesem Satz steckt viel Weisheit. Das Palästina-Problem ist nichts, worüber man mit Kompromissen hinweggehen kann […] Es gibt keinen Zweifel: Die neue (Anschlags-) Welle in Palästina wird dieses Stigma (Israel) im Antlitz der islamischen Welt ausradieren […] Wenn jemand unter Druck der Hegemonialmächte etwas falsch versteht, oder wenn er aus Naivität, Egoismus oder Hedonismus dazu kommt, das zionistische Regime anzuerkennen - sollte er wissen, dass er im Feuer der islamischen Gemeinschaft (umma) verbrennen wird […]“

    Quellen:(zitiert nach iranischer Nachrichtenagentur ISNA, 26.10.2005)

    Am 8. Dezember 2005

    Vor Medienvertretern am Rande eines Gipfeltreffens islamischer Staaten in der saudischen Pilgerstadt Mekka

    „Manche der europäischen Staaten bestehen darauf, dass Hitler Millionen von unschuldigen Juden ermordet hat. Jeder, der das sogar mit konkreten Beweisen bezweifelt, wird entweder verurteilt oder landet im Gefängnis. Wir erkennen diese Behauptungen (den Holocaust) nicht an, aber auch falls es wahr sein sollte, stellen wir den Europäern die folgende Frage: Ist die Ermordung von unschuldigen Juden Grund genug, um Besatzer in Jerusalem zu unterstützen? Falls die Europäer es ehrlich meinen, sollten sie den Zionisten in einigen ihrer Länder, wie z. B. Deutschland oder Österreich, einen Platz geben.“

    Quelle:(zitiert nach iranischer Nachrichtenagentur IRNA, 08.12.2005)

    Am 14. Dezember 2005

    Vor mehreren 10.000 Iranern in der Stadt Zahedan während einer Rundreise durch die Provinz Sistan-Belutschistan.

    „Statt das Hauptproblem (die israelischen Angriffe in Palästina) zu thematisieren, widmet sich der Westen dem Märchen vom Massaker an den Juden. … Wenn Gott, die Propheten und die Religion im Westen verleugnet werden, kümmert das niemanden, aber wenn jemand dieses Märchen vom Massaker an den Juden nicht glaubt, dann heult die zionistische Propagandamaschine laut auf.“

    Quelle:(zitiert nach dpa, 14.12.2005)

    Rückendeckung der islamischen Fundamentalisten im Iran

    Obwohl die Menschen im Iran, bei einer Präsidentschaftswahl selber an die Wahlurne gehen können, kann von einer Demokratie im Iran keine Rede sein. Politiker, wie der amtierende Staatschef Mahmud Ahmadinejad, müssen, wenn sie zu einer Präsidentschaftswahl antreten wollen erst vom Wächterrat zugelassen werden. Vorsitzender des Wächterrats ist Ayatollah Ali Khamenei, auf Lebenszeit, der alle obersten Richter ernennen darf, welche alle islamische Prediger sein müssen. Khamenei ist ausserdem der Oberbefehlshaber der iranischen Armee.

    Wie man sieht kann mit diesem einfachen System seitens der radikalislamistischen Fundamentalisten auf einfachste Weise verhindert werden, dass ein weltoffener Politiker an die Macht kommt. Haben Sie nun verstanden wer an der Macht ist im Iran?

    Gelehrte - und dies sollte man niemals vergessen, sind immer, ganz egal welchem Volk sie angehören oder welcher Lehre sie anhängen, der Versuchung ausgesetzt, der Allgemeinheit Wahrheiten vorzuenthalten oder Recht und Unrecht nach eigenem Belieben zu definieren. Wenn man dann die Frage des “Cui Bono“ (wem nützt es) beantworten will, liegt es nahe, dass sich eben doch sehr oft jeder selbst der Nächste ist. Die Feststellung, wenn auch von dekadenter Natur, dass es unter den Gleichen immer solche gibt, die noch ein bisschen gleicher sind als die Gleichen, dürfte wohl auch in diesem Zusammenhang den Nagel auf den Kopf treffen. Eliten eines Volkes, welche die eigenen Interessen in den Vordergrund stellen oder Ideale vertreten, die nicht diskutierbar sind, sind nicht nur in grossem Unrecht, nein, sie können auch einen nachhaltigen riesigen Schaden für das ganze Volk anrichten.

    Die, wie ich vermute, abgesprochenen Verbalattacken des Mahmud Ahmadinejad in Richtung Israel, wurden auch schon durch einflussreiche Geistliche des iranischen Regimes zu relativieren versucht. Der frühere Präsident Akbar Hashemi-Rafsandschani sagte in einer seiner Freitagspredigten in Teheran, Iran respektiere sowohl Juden als auch das Judentum: „Wir haben keine Probleme mit Juden und dem hochgeschätzten Judentum als Buchreligion.”

    Was im Qu’ran tatsächlich geschrieben steht

    Eigentlich erfreulich, dass man von Seiten der iranischen Geistlichkeit Äusserungen an die Öffentlichkeit dringen lässt, die die Juden und ihre Buchreligion hochschätzen. Nur, warum dann diese Drohung gegen Israel - Haben die Ayatollahs etwa Allahs Plan mit Israel nicht begriffen oder einfach überlesen? Man sollte doch davon ausgehen können, dass die Gelehrten im Iran, schon einmal den Tanakh in ihren Händen hielten – schon des simplen Grundes wegen, um die Texte im Qu’ran besser zu verstehen.

    Es gibt Auslegungen des Qu’rans, von islamischen Gelehrten, welche ca. 225-500 Qu’ran-verse durch später verfasste aufheben - Es verwundert nicht, dass gerade jene Qu’ran-verse von den Gelehrten als aufgehoben interpretiert werden, die vom Erbe des Landes Israel an die Juden erzählen (Qu’ran Sura 7 Vers 137) und (Qu’ran Sura 17 Vers 104). Zudem ist mir mehr als schleierhaft, wie sich Verse im Qu’ran aufheben können, da der Qu’ran ja eine Offenbarung des Allmächtigen sein soll.

    Es gibt keine Anweisung für den muslimische Gelehrten (und schon gar nicht für den "einfachen" muslimischen Gläubigen), welche Qu’ran-verse durch eine Abrogation (das ist die Auslegung, dass bestimmte Qu’ran-verse durch andere, zeitlich später verfasste, aufgehoben werden) aufgehoben wurden und somit heute nicht mehr gültig sind - Erstaunlich, niemand weiss welche Verse andere Verse aufheben….

    Zur näheren Betrachtung werde ich nun einige Stellen aus dem Qu’ran sowie aus dem Tanakh anführen, die das Existenzrecht der Juden in Israel nicht nur belegen, sondern auch jedem Muslimen als Allahs Gebot vorschreiben. Das ganze Land Israel, einschliesslich Jerusalem, ist Gottes Eigentum und dem Volk der Juden zum ewigen Besitz gegeben!

    Moses wird im Islam mit Noah, Abraham, Jesus und Muhammad zu den fünf Propheten gezählt, die eine besondere Stellung durch ihr Leiden und Wirken erreicht haben. Er wird im Qu’ran 136-mal erwähnt. Er, die anderen Propheten und deren Glaubensgemeinschaften, wurden dem Propheten Muhammad und den Muslimen als Vorbild genannt. Besonders die Wesensstärke Moses, seine Standhaftigkeit, seine Entschlossenheit, sowie seine Geduld im Umgang mit der eigenen Gemeinschaft und seinen Gegnern werden in vielen langen Abschnitten im Qu’ran hervorgehoben.

    Qu’ran:

    Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen:

    Die da glauben und ihren Glauben nicht mit Ungerechtigkeit vermengen - sie sind es, die Frieden haben sollen und die rechtgeleitet sind. (Qu’ran Sura 6 Vers 82)

    Das ist Unser Beweis, den Wir Abraham seinem Volk gegenüber gaben. Wir erheben in den Rängen, wen Wir wollen. Siehe, dein Herr ist allweise, allwissend. (Qu’ran Sura 6 Vers 83)

    Wir schenkten ihm Isaak und Jakob; jeden leiteten Wir recht, wie Wir vordem Noah recht geleitet hatten und von seinen Nachfahren David und Salomo und Hiob und Joseph und Moses und Aaron. Also belohnen Wir die Wirker des Guten. (Qu’ran Sura 6 Vers 84)

    Und (Wir leiteten) Zacharias und Johannes und Jesus und Elias; alle gehörten sie zu den Rechtschaffenen. (Qu’ran Sura 6 Vers 85)

    Und (Wir leiteten) Ismael und Elisa und Jonas und Lot; sie alle zeichneten Wir aus unter den Völkern. (Qu’ran Sura 6 Vers 86)

    Ebenso manche von ihren Vätern und ihren Kindern und ihren Brüdern: Wir erwählten sie und leiteten sie auf den geraden Weg. (Qu’ran Sura 6 Vers 87)

    Diese sind es, denen Wir die Schrift gaben und die Weisheit und das Prophetentum. Wenn aber diese das (Prophetentum) leugnen, dann haben Wir es einem Volke anvertraut, das es nicht leugnet. (Qu’ran Sura 6 Vers 89)

    Und als Mose zu seinem Volk sagte: „Mein Volk, gedenket der Gnade Gottes zu euch, als Er in eurer Mitte Propheten einsetzte und euch zu Königen machte und euch zukommen liess, was Er niemandem von den Weltenbewohnern hat zukommen lassen. (Qu’ran Sura 5 Vers 20)

    O mein Volk, tretet in das heilige Land ein, das Gott euch bestimmt hat. Und kehrt nicht den Rücken, sonst würdet ihr als Verlierer umkehren.“ (Qu’ran Sura 5 Vers 21)

    Und wir gaben dem Volk, das (vorher) unterdrückt war, die östlichen und westlichen Gegenden des Landes zum Erbe, (- jenes Landes) das wir gesegnet haben. Und das schöne Wort (der Verheissung) deines Herrn ging an den Kindern lsrael in Erfüllung (zum Lohn) dafür, dass sie geduldig waren. Und wir zerstörten, was Pharao und sein Volk gemacht, und was sie errichtet hatten. (Qu’ran Sura 7 Vers 137)

    Und nach seinem Ableben sprachen Wir zu den Kindern Israels: „Bewohnt das Land. Wenn dann das Versprechen des Jenseits eintrifft, bringen Wir euch als gebündelte Schar (aus den verschiedenen Völkern) herbei.“ (Qu’ran Sura 17 Vers 104)

    Darum rufe du auf und verhalte dich recht, wie dir befohlen worden ist. Und folge nicht ihren Neigungen, sondern sprich: Ich glaube an das, was Gott an Büchern herabgesandt hat, und mir ist befohlen worden, unter euch Gerechtigkeit zu üben. Gott ist unser Herr und euer Herr. Wir haben unsere Werke, und ihr habt eure Werke (zu verantworten). Es gibt keinen Streitgrund zwischen uns und euch. Gott wird uns zusammenbringen. Und zu Ihm führt der Lebensweg. (Qu’ran Sura 42 Vers 15)

    Tanakh:

    Dies ist das Wort, das vom Herrn geschah zu Jeremia: So spricht der Herr, der Gott Israels: Schreib dir alle Worte, die ich zu dir geredet habe, in ein Buch. Denn siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, dass ich das Geschick meines Volks Israel und Juda wenden will, spricht der Herr; und ich will sie wiederbringen in das Land, das ich ihren Vätern gegeben habe, dass sie es besitzen sollen. (Tanakh, Nevi’im: Jeremia 600 v.Chr. 30:1-3)

    Denn siehe, in jenen Tagen und zur selben Zeit, da ich das Geschick Judas und Jerusalems wenden werde, will ich alle Heiden zusammenbringen und will sie ins Tal Joschafat hinabführen und will dort mit ihnen rechten wegen meines Volks und meines Erbteils Israel, weil sie es unter die Heiden zerstreut und sich in mein Land geteilt haben; sie haben das Los um mein Volk geworfen und haben Knaben für eine Hure hingegeben und Mädchen für Wein verkauft und vertrunken. (Tanakh, Nevi’im: Joel 500 v.Chr. 4:1-3)

    Denn ich will euch aus den Heiden herausholen und euch aus allen Ländern sammeln und wieder in euer Land bringen, und ich will reines Wasser über euch sprengen, dass ihr rein werdet; von all eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen. Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun. Und ihr sollt wohnen im Lande, das ich euren Vätern gegeben habe, und sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott sein. (Tanakh, Nevi’im: Ezekiel 590 v.Chr. 36:24-28)

    Siehe, ich will sie sammeln aus allen Ländern, wohin ich sie verstossen in meinem Zorn, Grimm und grossem Unmut, und will sie wieder an diesen Ort bringen, dass sie sicher wohnen sollen. Sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein. (Tanakh, Nevi’im: Jeremia 600 v.Chr. 32:37-38)

    Höret, ihr Völker, des HERRN Wort und verkündet es fern auf den Inseln und sprecht: Der Israel zerstreut hat, der wird’s auch wieder sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde; denn der HERR wird Jakob erlösen und von der Hand des Mächtigen erretten. Sie werden kommen und auf der Höhe des Zion jauchzen und sich freuen über die Gaben des HERRN, über Getreide, Wein, Öl und junge Schafe und Rinder, dass ihre Seele sein wird wie ein wasserreicher Garten und sie nicht mehr bekümmert sein sollen. (Tanakh, Nevi’im: Jeremia 600 v.Chr. 30:10-12)

    Wie man in den zitierten Qu’ran-suren unschwer erkennen kann, steht ausdrücklich, dass das heilige Land durch göttliche Bestimmung dem Volk Israel zugesprochen ist! Die Zitate im Tanakh, welche das heilige Land den Juden und dem Volk Israel verheissen sind schier unerschöpflich, darum werde ich hier nicht noch mehr Zitate anfügen.

    Die so genannten durch die Juden oder Zionisten „besetzten Gebiete“, Judäa und Samaria, welche das Zentrum des biblischen Landes Israel bilden und die Gott zur Heimat für die aus der weltweiten Zerstreuung heimkehrenden Juden bestimmt hat. In diesen Gebieten hat es in der Vergangenheit noch nie einen arabischen oder palästinensischen Staat gegeben.

    Im Gegensatz zum Tanakh oder dem neuen Testament wird der Name der Stadt Jerusalem im Qu’ran nicht ein einziges Mal erwähnt.

    Geschichte und das Recht der Juden auf Israel (1.Teil)

    Es ist wichtig zu wissen, dass die Juden niemanden vertrieben haben. Die Fakten liegen klar auf der Hand. Ungeachtet der im Laufe der Jahrhunderte erfolgten Eroberungen durch Byzantiner, Perser, Araber, Kreuzritter und Türken sowie der andauernden Verfolgungen hielten die Juden stets hartnäckig an ihrer Sesshaftigkeit in Jerusalem fest.

    Die Fakten über die jüdische Präsenz in Jerusalem im Laufe der Geschichte

    Allgemeine Überlegungen

    Die Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und der Stadt Jerusalem gehört zu den bestdokumentierten Tatsachen in der Weltgeschichte. In Quellen der jüdischen Überlieferung wird das Wort "Jerusalem" mehr als 600 Mal erwähnt, mindestens 140 Mal im Neuen Testament, aber kein einziges Mal im Qu’ran. Im Qu’ran findet sich ein Hinweis (17:7) auf die Zerstörung des Ersten und des Zweiten Tempels, welche in Jerusalem standen. Es gibt auch einen Hinweis (34:13) auf Koenig David und seinen Sohn, Koenig Salomon, der den Ersten Tempel in Jerusalem baute.

    Trotzdem erwähnt der Qu’ran, der etwa 1400 Jahre alt ist, nicht ausdrücklich das Wort "Jerusalem". Das ist bemerkenswert, wenn man überlegt, dass das Wort "Jerusalem" schon etwa 2000 Jahren vor der Geburt des Islams existierte. Vor ungefähr 3300 Jahren gründete Koenig David die Stadt Jerusalem anstelle der ehemaligen Jebusiterstadt Jebus und gab ihr ihren jüdischen Charakter. Jerusalem war und ist sowohl die politische wie die religiöse Hauptstadt des jüdischen Volkes, letzteres ohne Unterbrechung bis heute, in guten und in schlechten Zeiten.

    Während seiner Geschichte von 3300 Jahren wurde Jerusalem nie von einem anderen Volk zur Hauptstadt ernannt, auch nicht von den Arabern und Muslimen, eine bemerkenswerte Tatsache, da Jerusalem von so vielen verschiedenen Völkern erobert worden war.

    Quelle: Zusammengestellt von und alle Rechte © bei Israel Hasbara Committee (IHC) www.infoisrael.net

    Jerusalem in der Zeitgeschichte

    1. Ca. 1000 v. Chr. König David verlegt Hauptstadt nach Jerusalem
    2. 960 Erbauung des ersten Tempels durch König Salomon
    3. 587 Zerstörungen durch Nebukadnezar
    4. 515 Erbauung des zweiten Tempels
    5. 164 Rückeroberung des Tempels durch die Makkabäer
    6. 70 n. Chr. Zerstörung der Stadt und des Tempels durch die Römer
    7. 130 Wiederaufbau durch Hadrian, Umbenennung in Aelia Capitolana
    8. 638 Eroberung durch den Kalifen Omar
    9. 1099 Eroberung durch Kreuzfahrer
    10. 1187 Rückeroberung durch Sultan Saladin
    11. 1517 Beginn der türkischen Herrschaft
    12. 1917 - 1948 britische Mandatszeit
    13. 1948 West-Jerusalem wird israelische Hauptstadt
    14. 1967 Wiedervereinigung als Folge des Sechstagekrieges

    Geschichte und das Recht der Juden auf Israel (2.Teil)

    Falschinformationen führen zur Feindseligkeit gegenüber Israel

    Die sichtbare Feindseligkeit gegenüber Israel, deren Zeugen wir heute sind, ist das Produkt eines Kreislaufes aus Falschinformationen, die da sagen, dass alle Juden weisse Europäer sind und dass Israel deshalb eine weisse, europäische Kolonialmacht ist. Diese Falschinformationen machen aus Israel einen rassistischen Apartheid-Staat, was wiederum zu der Meinung führt, dass Zionismus mit Rassismus gleichzusetzen ist. Somit muss jeder, der gegen Rassismus ist, auch gegen Israel sein.

    Wenn man diesem Gedankengang folgt, sind fortschrittliche Bewegungen rund um die Welt verständlicherweise anti-zionistisch und anti-israelisch.

    Doch die Realität sieht so aus, dass die Juden ein Volk sind, das aus vielen Rassen und Ethnien zusammengesetzt ist. Was besonders wichtig ist: über 50 Jahre hinweg machten die Misrachim –Juden, die im Mittleren Osten und in Nordafrika heimisch waren- die Mehrheit der Juden in Israel aus. Diese jüdische Gemeinschaft lebte seit Urzeiten im Mittleren Osten und in Nordafrika. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts haben die Misrachim, die eine 4000jährige Geschichte haben, diese Region nicht verlassen.

    Man betrachte also dies: Die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung in Israel hatte niemals irgendetwas mit Europa zu tun. Im Gegenteil: Die Misrachim lebten in den Gebieten, die heute Irak, Ägypten, Syrien, Marokko und Jemen heissen. Sie lebten dort schon lange, bevor diese Gebiete diese Namen erhielten und bevor es so etwas wie einen arabischen Staat gab.

    Die Misrachim lebten dort 2500 Jahre lang. Sie waren also bereits 1200 Jahre dort, als in dieser Gegend die islamische Invasion begann. Sie lebten dort seit 586 vor der christlichen Zeitrechnung, als das babylonische Imperium das alte Israel zerstört und die Israeliten als Gefangene in das Gebiet des heutigen Irak gebracht hatte.

    Als arabische Muslime den Mittleren Osten und Nordafrika eroberten, waren die Juden eines der wenigen einheimischen Völker, das der Übertretung zum Islam widerstand. Deshalb wurde ihnen der Status der Dhimmi gegeben. (Anm. d. Übers.: Dhimmi = "Schutzbefohlene"; diesen Status gibt es im Islam bis heute; Dhimmi sind Menschen, die unter islamischer Herrschaft leben, jedoch nicht der Religion des Islam angehören bzw. nicht zum Islam konvertieren möchten (insbesondere Juden und Christen); Muslime gewähren ihnen Schutz für ihr Leben und ihren Besitz und gewisse Freiheiten (z. B. die Erlaubnis, ihr eigenes Eherecht zu praktizieren oder die Erlaubnis, Alkohol zu trinken), jedoch nur unter bestimmten Bedingungen, die je nach Art des islamischen Staates mit mehr oder weniger strengen Verboten und Einschränkungen einhergehen (z. B. das Verbot, den Qu’ran, Mohammed oder den Islam zu kritisieren; das Verbot, die Feinde der islamischen Welt zu unterstützen; die Einschränkung, berufliche Positionen einzunehmen, in denen die "Schutzbefohlenen" über Muslimen stehen könnten); Dhimmi müssen ausserdem eine Sondersteuer zahlen. Die Gesetze, die den Dhimmi-Status definieren, sollen es den unterworfenen Anhängern anderer Religionen unmöglich machen, den Aufbau der islamischen Gesellschaft in irgendeiner Form zu behindern oder sogar zu gefährden.)

    Durch diesen Status waren die Juden zwar ein toleriertes, jedoch minderwertiges Volk, das für immer dafür bestraft werden sollte, dass es die Vision des Mohammed abgelehnt hat. Dies bedeutete, dass Juden plötzlich die Autonomie verloren, die sie von ihren nicht-muslimischen Nachbarn bekommen hatten.

    Juden wurden häufig gezwungen, in Ghettos zu leben. Der Landbesitz wurde ihnen verboten. Sie wurden daran gehindert, bestimmten Berufen nachzugehen. Und ihnen wurde alles verboten, was auf physische oder symbolische Art Gleichheit mit den arabischen Muslimen demonstrieren konnte. Diese Grundhaltung, bestehend aus Verachtung, Unterdrückung und Demütigung, bestimmte das Alltagsleben der Juden. Zusätzlich waren Massaker nicht selten, die teilweise ganze jüdische Gemeinden ausgelöscht haben.

    Waren die Dhimmi-Gesetze lockerer und war es Juden erlaubt, in grösserem Masse an der Gesellschaft, in der sie lebten, teilzuhaben, blühten die jüdischen Gemeinden auf.

    Oftmals war die Reaktion auf diesen Erfolg eine Welle der Schikane oder der Massaker unter Juden, initiiert durch die Regierung oder durch die Massen. War die jüdische Gemeinde dann geschwächt, durchlief sie eine Periode der relativen Ruhe.

    Diese Dynamik bedeutete, dass die Juden in einem grundlegenden Zustand der Unterwürfigkeit lebten. Sie konnten an der Gesellschaft teilhaben, sie konnten einen gewissen Wohlstand und Status geniessen und sie konnten mit ihren arabisch-muslimischen Nachbarn befreundet sein, doch sie mussten sich immer darüber im Klaren sein, wo letzten Endes ihr Platz war.

    Die arabisch-israelische Beziehung und die gegenwärtige Krise finden in dem weiten Kontext der Zeitgeschichte statt, in der arabische Muslime Juden über 1300 Jahre hinweg unterdrückt haben.

    Quelle: Von Loolwa Khazzoom, The Canadian Jewish News, 9. Januar 2003 Übersetzung: D. Marcus / NahostFocus

    Zahlen und Fakten zum Landbesitz in Israel

    Jüdischer Landbesitz in Israel lässt sich in drei Hauptkategorien einteilen:

    a) Land, gekauft von früheren Eigentümern

    b) Verlassenes Land, das damit besitzerlos wurde

    c) Das so genannte "Staatsland", welches die britischen Mandatsbehörden vom Ottomanischen Reich gekauft hatten, und das von der Regierung Israels nach der Staatsgründung 1948 übernommen wurde.  

    Vor der Staatsgründung wurde - meist zu hohen Preisen - buchstäblich jedes Stückchen Land für jüdische Siedlungen gekauft, von reichen Grossgrundbesitzern, türkischen Beamten und Ausländern. Die Eigentümer dieser oft unbearbeiteten Grundstücke waren meist ausser Landes wohnhaft. Um nur ein Beispiel zu nennen: Praktisch das gesamte Jesreel-Tal gehörte 1897 zwei reichen Leuten aus der Türkei und Syrien.

    Die Landkäufe erfolgten durch Organisationen, welche eigens hierzu von der zionistischen Bewegung gegründet wurden. Die drei wichtigsten:

    - der Jüdische Nationalfonds (Keren Kajemet, gegr. 1901),
    - die Palestine Land Development Company (1908), der Keren Hajessod (1920) und
    - die Palestine Jewish Colonization Association (PICA, 1924).

    Auch andere Organisationen, wie die Alliance Israelite Universelle, sowie Mäzene wie Sir Moses Montefiore und Baron Edmond de Rothschild kauften Land für die jüdische Ansiedlung.

    Quelle: B’nai B’rith A K L

    Bereits 1844 war Jerusalem mehrheitlich von Juden bewohnt. Während der dreissigjährigen britischen Mandatszeit waren es hauptsächlich Juden, welche unter einem von den Briten eingesetzten arabischen Bürgermeister die Stadt aufbauten und modernisierten. Das meiste, des von den Juden gekauften Landes, war vorher unkultiviert - es war sumpfig, steinig, sandig oder sonst wie unbenutzbar. Erst die jüdischen Pioniere (Chaluzim) führten neue, effiziente Bebauungsmethoden ein, welche das Land fruchtbar und lebenswert machten.

    Im Jahre 1898 bestanden 22 neue jüdische Ortschaften auf für Siedlungen gekauftem Land. Ausser im Jesreel-Tal hatte man auch Boden im Galil, in Judäa, Samaria, im Jordantal und in der Küstenzone gekauft. Bis 1914 hatte sich die Zahl der Siedlungen auf 47 erhöht. Von diesen rund 42′000 ha hatte sich der jüdische Landbesitz bis zur Staatsgründung auf über 160′000 Hektaren mit 277 Siedlungen erhöht.  Die Hälfte gehörte dem JNF, ein Viertel der PICA, der Rest öffentlichen und privaten Gesellschaften sowie einzelnen Eigentümern.

    Nach offiziellen britischen Angaben lagen bei der Staatsgründung 1948 8,6% des Landes im Eigentum von Juden und 3,3% von Arabern. Weitere 16,9% waren von Arabern verlassen worden, die dem Ruf der Israel angreifenden Staaten gefolgt waren, bis zum arabischen Sieg "aus dem Weg zu gehen".

    Der Grossteil des Landes, über 70%, stand in der Verwaltung der Mandatsmacht und gehörte nunmehr dem Staat Israel als legalem Nachfolger. Etwa die Hälfte dieses ehemals britischen Gebietes betraf die praktisch menschenleere Negev. All diese Gebiete waren nie im Besitz von arabischen Bauern. Die Behauptung, wonach 95% des Landes Arabern gehört habe, kann sich auf keine faktischen Beweise stützen.

    Durch den Waffenstillstand mit den Arabern im Jahre 1949 kamen über zwei Millionen Hektaren Land innerhalb der israelischen Linien  zu liegen, über die Hälfte davon unkultivierbare Wüste. Knapp 90% waren Staatsbesitz, hauptsächlich aus britischem Mandatsboden stammend. Kurz vor dem Befreiungskrieg besass der JNF 80′000 Hektaren, die PICA rund 45′000, einzelnen Juden gehörten rund 50′000 ha. Nicht geflohenen Arabern gehörten zu diesem Zeitpunkt 85′000 ha Land.

    Mit der Proklamierung des jüdischen Staates und dessen Sieg über die arabischen Angreifer ergab sich ein erheblicher Bevölkerungsaustausch: 600′000 Araber verliessen das Land, und eine ungefähr gleiche Anzahl von Juden kamen aus arabischen Ländern - vertrieben oder rechtzeitig fliehend - nach Israel. Ein Grossteil der verlassenen arabischen Böden wurde für diese jüdischen Flüchtlinge verfügbar gemacht.

    1950 trat das "Absentee Property Law" in Kraft, mit dem verlassener arabischer Boden dem Staat oder dem Jüdischen Nationalfonds übertragen wurde. Dieser Boden kann nicht in Privateigentum übergehen.

    Quelle: B’nai B’rith A K L

    Das Land der Juden und Zionisten ist heute der souveräne jüdische Staat Israel, der allen Religionen freie Ausübung gewährleistet. Der einzige, freie demokratische Staat im gesamten Nahen Osten.

    Ich danke Ihnen für die Zeit, die sie mit der Lektüre dieses Essays verbracht haben und hoffe, dass ich Ihnen zu einem tieferen Einblick in die Geschichte des so genannten Heiligen Landes verhelfen konnte.



    March.12.06 @ 16:09 pm

    [ Bastian— ]

    Gute Begründung, weshalb Israel ein Existenzrecht hat und zwar dort, wo es heute liegt. Ahmadinejad sollte es lesen. ;)



    March.13.06 @ 17:21 pm

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